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x  Paulinchen reist zum Regenbogen

Das ursprüngliche Storyboard zur Paulinchen-Geschichte
(nur als Inhalts-Info für Interessierte, also ohne schriftstellerischen Anspruch :-))

Auf der Wiese toben Paulinchen, das kleine Kaninchen und sein Kumpel Kalle, das coole Kaninchen. Und egal, was sie auch machen, ob Wettrennen, Hakenschlagen, Weit-, oder Hochhüpfen, immer gewinnt Kalle, weil er eben größer und stärker ist, und weil er ein Junge ist und weil bei ihm, wie er selbst sagt, alle Ohren schön hoch stünden, während bei Paulinchen eben eins runterhinge, was ja erwiesenermaßen den Gleichgewichtssinn störe und zudem bescheuert aussähe. Und natürlich, weil Kalle einen Vater habe, und man ja gar nicht wüsste, ob Paulinchen überhaupt einen hätte.

Paulinchen sitzt später allein auf der Wiese und ist ziemlich deprimiert. Sie hebt ein paar mal das schlappe Ohr hoch und lässt es wieder seitlich am Kopf runterfallen.
Seine Mutter hat ihr erzählt, dass ihr Vater gleich nach der Geburt von Paulinchen von Kalles Vater aus der Kaninchenkolonie vertrieben wurde, und das sein Vater etwas ganz Besonderes gewesen sei. Blöd nur, wenn man das keinem beweisen kann. Seine Mutter hatte ihm auch gesagt, dass ihr Vater im Karottenland, einem Land am Ende des Regenbogens leben würde, wo immer das auch sein mochte.

Während sie so nachdenklich dasitzt, schleicht sich von hinten ein großer Bär an und baut sich hinter Paulinchen auf. Paulinchen erschrickt total und rennt erstmal hinter den nächsten Busch. Der Bär sackt in sich zusammen und schaut traurig drein. Wie immer fragt er sich, warum eigentlich jeder vor ihm wegrennt.

Vorsichtig trippelt Paulinchen auf ihn zu. Es stellt sich heraus, dass der Bär ein ziemlich knuddeliger Bär ist, weswegen seine Bärenmutter ihn auch Knuddel genannt hat. Knuddelig ist in der Bärensprache aber eher ein Schimpfwort, weil ein Bär normalerweise nicht knuddelig ist. Sie fressen nämlich auch andere Tiere. Aber Knuddel bringt das einfach nicht übers Herz. Er frisst nur Beeren und Wurzel und so 'n Zeug, wobei er selbst dabei manchmal unsicher ist, weil ja niemand genau weiß, ob Pflanzen nicht auch eine Seele haben. Aber von irgendwas muss ein Bär ja schließlich leben und dann eben lieber von Grünzeug als von anderen Tieren.

Paulinchen ist beeindruckt, und beide stellen fest, dass der eine im Kreise der Kaninchen und der andere im Kreise der Bären immer irgendwie zu kurz kommt und dass es doch ganz schön ist, das man sich kennen gelernt hat. Paulinchen erzählt von ihren unbekannten Vater und vom Land am Ende des Regenbogens, das sie sich aber alleine nicht zu suchen traut.

Knuddel, der Bär bietet spontan an, Paulinchen bei seiner Suche zu begleiten. Und so machen Sie sich auf den Weg, um den Regenbogen zu finden, an dessen Ende das Karottenland ja liegen soll.

Auf Ihrem Weg treffen sie Freddy, den fiesen Fuchs, der Paulinchen ans Fell will und die beiden deshalb in unterschiedliche Richtungen schickt, weil der Regenbogen ja bekanntlich „zwei Enden“ habe. Knuddel durchschaut glücklicherweise Freddys Plan und rettet Paulinchen kurz vor knapp das Leben.

Da sie natürlich auch nachts weitergehen möchten, aber nachts eben nicht so gut sehen können, freunden sich mit Ellie, der eiligen Eule, an, die ihnen auch im Dunklen den Weg zeigen kann. Dabei geht Ellie immer zu Fuß, weil ihr aus Höhenangst sofort schlecht wird, wenn sie sich mehr 50 cm über dem Boden befindet. „Ich trau mich nicht, ich trau mich nicht“, sagt Ellie immer, wenn es ums Fliegen geht.

Am nächsten Morgen, als Ellie, Paulinchen und Knuddel eine Pause machen, hören sie in der Nähe Rudi, den reihernden Reiher, der sich die ganze Zeit übergeben muss, weil er schlechten Fisch gegessen hat. Als er sich erholt hat, bitten sie ihn, mal eben hochzufliegen, um für Paulinchen nach dem Regenbogen Ausschau zu halten. Und weil es gerade regnet und gleichzeitig die Sonne scheint, kann er ihnen tatsächlich die Richtung zeigen, denn Rudi weiß (weil er schon mal da war), dass das Karottenland am „rechten“ Ende des Regenbogens liegt.

Rudi und Ellie finden Gefallen aneinander, auch wenn so eine Tag- und Nachtbeziehung vielleicht schwierig werden könnte. Aber Rudi ist auch lieber am Boden und schreitet gerne so vor sich hin, und Ellie findet 's toll, dass da jemand ist, der genau das mag, was sie aus Höhenangst eben auch nur kann. Zudem mag Rudi ihre „tollen, großen Augen“. Die beiden ziehen sich auf eine Lichtung zurück und plänkeln so vor sich hin. Später erzählen sie den anderen, dass sie zurückbleiben ... und erstmal ihre „Flatterwochen“ zu genießen.

Als Paulinchen das hört, fällt plötzlich auch sein zweites Ohr nach unten. Paulinchens Stimmung sinkt auf den Nullpunkt und sie ist nah daran, aufzugeben. Ganz allein sitzt sie auf einem Baumstumpf und zweifelt an ihrem Leben. Dort trifft sie Willi, das wütende Wildschein, das immer nur mies gelaunt ist, weil alle Welt es als „versaut“, „schmutzig“ und „verdreckt“ bezeichnet. Willi versteht Paulinchens Frust, denn mit solchen Ohren wäre er genauso deprimiert wie mit seiner Schweinsvisage.

Das kleine Kaninchen gibt Willi zu verstehen, dass es sie gar nicht hässlich, sondern ziemlich toll findet – mit ihren langen Wimpern und der knuffigen Steckernase. Und Waltraud gibt zu, dass Paulinchens Hängeohren ja eigentlich mal was ganz anderes wären als die üblichen Kaninchenohren, die man so sieht und dass sie irgendwie ganz süß aussähen.

Und so wickeln sich die beiden gegenseitig um den Finger. Angetan von dem kleinen Kaninchen beschließt Willi, ihr das Karottenland am einen Ende des Regenbogens zu zeigen. Aber sie müssten auf den Tag warten, an dem „Sonnenschein und Regen miteinander tanzen“. Nur dann würde sich der Regenbogen zeigen.
Während sie warten, verschwindet Knuddel für einige Zeit. Als er zurückkommt, ist sein Maul rotverschmiert. Paulinchen glaubt Knduddel nicht, dass er wilde Erdbeeren gegessen hat. Es sieht aus wie Blut, und das kleine Kaninchen ist davon überzeugt, dass Knuddel ein Tier gefressen hat. Aus lauter Enttäuschung läuft Paulinchen davon.
Knuddel ist genauso enttäuscht, weil Paulinchen ihm nicht geglaubt hat. Traurig sitzt er bei Willi auf einer Lichtung. Dort taucht dann Freddy, der fiese Fuchs, auf. Er ist (für die Zuschauer schon recht auffällig) als Hühnchen verkleidet, schleimt sich bei Knuddel ein und erfährt, dass Paulinchen nunmehr alleine unterwegs sei. Schnell verabschiedet sich Freddy und heftet sich an Paulinchens Fersen.

Kurz darauf taucht Henriette, das hysterische Hühnchen bei Knuddel und Willi auf. Sie ist irgendwie nackt und erzählt aufgeregt, dass der Fuchs sie im Hühnerstall gefangen, aber nicht gefressen, sondern nur mitgenommen und gerupft hätte. Und er habe gesagt, dass er sich sie, also Henriette, fürs Abendessen aufheben würde.
Knuddel und Willi begreifen, dass das erste Hühnchen der verkleideter Fuchs war und wissen nun, dass Paulinchen in Gefahr ist.

Sofort machen sich Knuddel, Willi und Henriette, das hysterisch Hühnchen (das sie ja schließlich vor der Rückkehr des Fuchses fürchtet) auf die Suche nach Paulinchen.
Paulinchen läuft derweil frustriert durch den Wald und hat sich zudem verlaufen. Sie ist so traurig, dass er sich in seinem besten Freund getäuscht hat. Plötzlich taucht Freddy auf und die Jagd beginnt. Paulinchen ist so gefrustet und wütend, dass er plötzlich wie ein Weltmeister Haken schlagen kann und Freddy auch noch beschimpft. Der Fuchs ist zwar völlig außer Atem, aber listig, wie er ist, gelingt es ihm schließlich doch, Paulinchen zu erwischen.

Aber wieder mal tippt ihm Knuddel von hinten auf die Schultern. Er befielt ihm, von Paulinchen abzulassen und künftig auch Henriette in Ruhe zu lassen, sonst würde er einfach mal vergessen, dass er Vegetarier sei. Freddy gibt eingeschüchtert auf und rennt davon. Knuddel erklärt Paulinchen, dass es kein Blut war, dass da an seinem Maul klebte, und die beiden fallen sich in die Arme.

Kurz darauf stolpert Willi auf die Lichtung. Er erzählt, dass Henriette im Eifer des Gefechts vor einen Baum gerannt sei und sich irgendwie mit dem Schnabel im Holz verkeilt habe. Willi will sie jetzt erstmal wieder zurück auf den Hühnerhof bringen.

Kurze Zeit später beginnt es zu regnen ... während gleichzeitig die Sonne scheint und kurz hinter Paulinchen und Knuddel erscheint das rechte Ende des Regenbogens.
Paulinchen ist ganz aufgeregt und beide wollen gleich losrennen, aber Paulinchen hält Willi auf. Ab hier will sie alleine gehen. Willi soll auf der Wiese auf sie warten.

Und dann steht Paulinchen allein vorm Regenbogen, hinter dem ganz langsam das Karottenland sichtbar wird.
Plötzlich taucht im Regenbogen ein altes Kaninchen auf und geht langsam auf Paulinchen zu. Das Kaninchen ist Paulinchen so seltsam vertraut:
Als es vor Paulinchen steht, sagt es leise: „Paulinchen“?
Und Paulinchen sagt: "Ja?!" Das alte Kaninchen, das sich als Paulinchen Vater entpuppt, meint, es habe Paulinchen an den Ohren erkannt. Paulinchens Großvater habe auch solche Ohren gehabt.
"Solche blöden Ohren", fragt Paulinchen. Diese Ohren seien was ganz Besonderes, denn sein Großvater sei ein Stallkaninchen gewesen, ein sogenanntes Schlappohrrkaninchen und die hätten diese besonders schönen Hängeohren.

Paulinchen ist beeindruckt. Er und sein Vater verabschieden sich und versprechen, sich bald wiederzusehen. Der Regenbogen verschwindet langsam.
Nachdenklich bleibt Paulinchen zurück. Knuddel kommt langsam näher. "Ich bin was Besonderes", sagt Paulinchen.
Das wüsste er längst, verkündet Knuddel.

Die beiden machen sich auf den Heimweg. Zuhause angekommen, trifft Paulinchen auf Kalle, das coole Kaninchen.
Kalle will gleich wieder wettstreiten. Paulinchen lässt ihn jedoch abblitzen. Aber Kalle lässt nicht locker, bis plötzlich Knuddel auftaucht und sich vor ihm aufbaut.

Tja, Paulinchen hat jetzt einen großen starken Freund. Und als Kalle dann mit offenem Mund vor Paulinchen steht, sagt Paulinchen die Schlussworte: "Und ich bin übrigens was ganz Besonderes!"