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Rezension der Saarbrücker Zeitung vom 08.04.2010:
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Odys
freche und rabenschwarze Gedichte sind beste Unterhaltung
Gregor Köhne (Ody) spielt in seinem ersten Buch gekonnt mit Worten [...].
Gregor Köhne hat eine Vorliebe für Tiere. Das wird auch in seinen Gedichten
als Künstler Ody deutlich. Die sind höchst unterhaltend. Wenn der Dobermann
auf den Ober trifft, bleibt kein Auge trocken.
Saarbrücken. Als gelernter Gärtner und Diplom-Ingenieur für Landschaftsplanung
hegt Gregor Köhne alias Ody eine ausgeprägte Vorliebe für Tiere
und Botanik allgemein und für's Federvieh im Besonderen. Ody pinnt "Gedichte
an Baumes Borke" oder präsentiert mit seinem "Hühnchentrio"
(Berthold Hirschfeld, Gesang; Georg Weege, Piano) die musikalischen Lyrikprogramme
"Schwimm, Hühnchen, schwimm" und "Mist und Myrrhe". Außerdem
schickte der angehende Berufsschullehrer, Dichter, Bühnenautor und Rezitator
in dem Kindertheaterstück "Paulinchen reist zum Regenbogen" ein
Karnickel auf Wanderschaft und ließ jüngst auf dem Theaterschiff Maria-Helena
die Operettenrevue "Im Weißen Hendl" zu Wasser.
Nie
bleibt bei den lyrischen Programmen des dreifachen Wilhelm-Busch-Preisträgers
ein Auge trocken: Dichtet er doch ähnlich schelmisch und hintersinnig wie
Christian Morgenstern, Wilhelm Busch oder Heinz Erhardt. Nun hat der 1960 in Solingen
geborene Wahl-Saarländer sein erstes Buch veröffentlicht: "Ody
- Querbeet", ein "Best of" seiner Texte. Die beweisen einmal mehr,
dass Lyrik nicht abgehoben, sondern leicht, frech, schräg und sogar rabenschwarz
sein darf.
Ody spielt mit Worten, Dramaturgie, Reim und Rhythmus; stellt zauberhafte Liebes-Gedichte
neben kesse Kurzprosa und Nachdenkliches - und wenn man sich gerade in einem Idyll
wähnt, biegt eine fiese Pointe um die Ecke und watscht einen gehörig
ab. Der Viechereien finden sich hier viele, manches Getier wird gar reihenweise
abgemurkst. Oder schlägt selber zu: "Neulich fiel der Dobermann / im
Restaurant den Ober an / und zwar mit seinem Dobermaul / Da war wohl was am Ober
faul / denn nun verdaut der Doberdarm / ein gutes Stück vom Oberarm."
Wer's länger mag, kommt auch nicht zu kurz.
Rezension der Literaturzeitschrift "Kult" (31/10, S. 40; Auszug)
- Pointeneskalation
Die Schwere der Existenz wird vorübergehend entfunktionalisiert durch
offensichtliche Blödelei. Das Vordergründige wird hinterfotzig zelebriert.
Und ich glaube, es ist bei der heutigen Spaßvogel- bzw. Comedienschwemme
ein Lob, wenn ich zu Ody sage: er ist originell und sprachgewandt, man darf sich
von ihm mit gutem Gewissen unterhalten lassen. Blödeln ist auch eine Art
von Katharsis.
Erste Auflage 2010
© Edition Thaleia, St. Ingbert 2009
Umschlaggestaltung: Gregor Köhne
Herstellung: PRISMA Verlagsdruckerei Saarbrücken
Herausgegeben mit Unterstützung des Vereins
Interessen-und Förderkreis Literatur und Kunst e. V.
Verlag Edition Thaleia, St. Ingbert
Internet: www.edition-thaleia.de
ISBN: 978-3-924944-92-6
www.edition-thaleia.de/ody-querbeet.php
"Der Verlag Edition Thaleia ist im wirtschaftlich und editorisch hektischen
Verlagsgetriebe ein sympathisch radikaler Außenseiter. Die Lektüre
seines literarischen Programms lohnt sich." Axel Streiter
Das Buch kann direkt bei Edition
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